Lumière

Gundermann Revier

D 2019, 97 Min., FSK: o.A.
Buch und Regie: Grit Lemke

Das Lausitzer Revier und die einstige "sozialistische Wohnstadt" Hoyerswerda bilden den Hintergrund für die Biografie von Gerhard Gundermann, Rockpoet, Baggerfahrer und "Stimme des Ostens". Wie in einem Brennspiegel bündeln sich in der Regi-on und in seinem Werk globale Fragen: Heimat und Industrie, das Ende der Arbeit, Utopie und individuelle Verantwortung. Eine Lehrerin, seine ersten Wegbegleiter aus der Brigade Feuerstein, sein Tontechniker und enger Mitarbeiter kommen ebenso zu Wort wie die Silly-Musiker Uwe Hassbecker und Ritchie Barton, Andy Wieczorek von der Band "Seilschaft" und Conny Gunder-mann. Der Bürgerchor Hoyerswerda singt Gundermann und führt ihn in die Gegenwart des Reviers, das sich neu erfinden muss. Poetische Reflexionen einer Ich-Erzählerin, die in Hoyerswerda mit Gundermann aufwuchs, und metaphorische Bilder einer umgebrochenen Landschaft und Stadt führen durch den Film. Sie treten in einen Dialog mit Gundermann in weitgehend unbekannten Archivaufnahmen, Texten und Musik. Ein Film über einen von denen, "die die welt nicht retten können aber möch-ten / mit viel zu kurzen messern in viel zu langen nächten".

Donnerstag 5. und Samstag 7.3. um 17.30 Uhr