Lumière

M(Other)

D 2018, 88 Min.
Regie: Antonia Hungerland

Heute ist es durchaus realistisch, dass ein Kind drei Mütter hat: eine Eizellenspenderin gibt ihre Gene einem Baby, das von einer Leihmutter austragen und später von einer weiteren Frau oder einer Person, die eventuell männlich und schwul ist, aufgezogen wird. Das klassische Konzept der "natürlichen" Mutterschaft kommt hier (und anderswo) an seine Grenzen.
Die Definition von Mutterschaft ist umkämpft. In der Debatte über (gute) Mütter spiegelt sich das generelle Ringen um gesellschaftliche Normen im Wandel. Diese Diskussion, das macht "(M)Other" sehr deutlich, betrifft alle. Sowohl jene, die als "klassische" Mütter mit Klischees und Vorurteilen zu kämpfen haben, als auch solche, die den Begriff für sich in Anspruch nehmen, obwohl sie dem etablierten, sich stur gegen alle offensichtlichen Veränderungen behauptenden "Modell" nicht entsprechen. Antonia Hungerland zeigt, dass das vermeintlich Private noch immer (oder: erst recht heute) hochgradig politisch ist.

Dienstag 10.12. um 20.00 Uhr
Regisseurin Antonia Hungerland ist zu Gast im LUMIERE.
Im Rahmen der Reihe "spectacle féministe"