Lumière

Die Mission der Lifeline

D 2019, 72 Min., FSK: 12
Regie: Markus Weinberg, Luise Baumgarten

Sie wurden vor Gericht gebracht, beschossen, diffamiert und bedroht: Eine Gruppe von Seenotretter*innen, die, trotz aller Widerstände und bürokratischer Hürden, ein Schiff ins Mittelmeer brachte, um Schutzsuchende vor dem sicheren Tod zu bewahren. Der Filmemacher Markus Weinberg beschäftigt sich in seinem Dokumentarfilm mit dem Dresdner Verein "Mission Lifeline". Seit Herbst 2017 rettet der Verein Geflüchtete im Mittelmeer. Der Vereinsvorsitzende Axel Steier steht hinter dem Seenotrettungsprojekt. Bereits bei der Initiative Dresden-Balkan-Konvoi hat er Erfahrungen in der Geflüchtetenhilfe gesammelt. Über 30 Hilfskonvois brachten die Dresdner Aktivist*innen auf die Fluchtrouten des Balkans, bevor die Strecke nach einem Deal mit der Türkei lahmgelegt wurde. Nachdem bei einem Hilfseinsatz auf einer griechischen Insel Menschen vor den Augen der Helfer*innen ertranken, fasste Steier den Entschluss, dass der Verein sich ein eigenes Schiff anschaffen müsse.
"Der Film vermittelt auf nachdrückliche Weise einen Eindruck vom Alltag als Seenotretter und den damit einhergehenden Gefahren. Außerdem prangert er politische Missstände an, offenbart die Verfehlungen der EU und zeigt, wie weit Nationalismus und Fremdfeindlichkeit in manchen Regionen Deutschlands vorangeschritten sind." (Programmkino.de)

Montag 30.9. um 20.00 Uhr
Anschließend Diskussion mit Regisseur Markus Weinberg sowie Paula Döllscher (Ärztin aus Göttingen, ist auf der Sea-Watch und der Iuventa mitgefahren)
In Kooperation mit Seebrücke Göttingen und Jugend Rettet