Lumière

Rafiki

Kenia 2018, 83 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Wanuri Kanihu
D.:Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, Jimmi Gathu

Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen - Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in Kenia erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. Sie freundet sich mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück ...
RAFIKI - das bedeutet auf Suaheli Freund(in) - ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde. In Kenia, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde. RAFIKI erzählt von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.

Donnerstag 7.3. um 20.00 Uhr und Montag 11.3. um 17.30 Uhr
Eröffnungsfilm der Filmreihe "spectacle féministe"