Lumière

Filmreihe: Krisenkino - Gegen die Eliten

Double Feature in Kooperation mit dem Institut für Kulturanthropologie

In Fortsetzung der Reihe "Krisenkino - Gegen die Eliten!" zeigen wir zwei Filme aus den letzten 15 Jahren, die wirtschaftliche und politische Eliten hinterfragen.

Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?

D 2004, 73 Min.
Regie: Gerhard Friedl

Als Mischung aus Dokumentar- und Essay-Film erzählt der Film auf experimentelle und unkonventionelle Weise von deutschen Wirtschaftseliten des 20. Jahrhunderts. Gerhard Friedl entfaltet dabei ein Panorama aus Macht, Versagen, Netzwerken, kriminellen Verstrickungen und privaten Alltagsvignetten, das Krisenkino auch im Sinne einer Krise der Bilder sein will: Wie können Eliten und Herrschaftsverhältnisse überhaupt gezeigt werden?


The Riot Club

Großbritannien 2014, 107 Min., OmU
Regie: Lone Scherfig

Ursprünglich als Theaterstück inszeniert, zeigt "The Riot Club" eindrücklich und mit klassischen Mitteln des Spielfilms, wie eine elitäre Verbindung aus Oxford-Studenten - die dem Bullingdon Club, dem zahlreiche englische Politiker angehör(t)en, nachempfunden ist - ihr alljährliches, exzessives Dinner zelebriert und dabei möglicherweise einen Schritt zu weit geht. Auf unverblümte Art stellen die Oberschichts-Sprösslinge Macht und Reichtum zur Schau, wobei sich ihre Verachtung gegenüber den "common people" als teilweise buchstäblicher Klassenkampf von oben artikuliert.

Montag 21.1. um 19.00 Uhr
Mit Einführung und Diskussion
Eintritt 9 Euro, ermäßigt 8 Euro für beide Filme