Lumière

Gundermann

D 2018, 127 Min., FSK: o.A.
Regie: Andreas Dresen
D.: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel

Baggerfahrer und Liedermacher, Genosse und Rebell, Rocksänger und Familienvater - Gerhard Gundermann lebte intensiv, im Widerspruch und starb früh. Er arbeitete 20 Jahre im Braunkohletagebau, nahe Hoyerswerda. Mit seiner Band probte er mehrmals pro Woche und fuhr dann zu Konzerten, die oft mehrere Stunden dauerten. Oft saß er nach kurzem Schlaf wieder im Fu?hrerhaus seines Baggers. Und er war Familienvater, drei Kinder hatte er mit seiner Frau Conny.
Doch das ist nur ein Teil seiner Biografie. Der andere Teil besteht aus widerspru?chlichen und verschlungenen Lebenswegen und eigenwilligen Entscheidungen. Gundermann glaubte an den Sozialismus in der DDR, flog aber von der Offiziersschule, weil er kein Loblied auf den Verteidigungsminister singen wollte. Gundermann entschied sich, als IM fu?r die Stasi zu arbeiten, er wollte "Agenten und Saboteure jagen". Und die Welt zum Besseren verändern. Doch dann war er auch der Stasi zu kritisch und und wurde selbst zum Bespitzelten.
Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard "Gundi" Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren.

Donnerstag 4. bis Mittwoch 10.10.
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