Lumière

Linie 41

D 2015, 101 Min., Deutsch-Polnische Fassung mit UT
Regie: Tanja Cummings

Zwei Männer auf Spurensuche in der Vergangenheit: Jahrelang verdrängte Natan Grossmann (Jahrgang 1927) seine Erinnerungen an die Zeit im Ghetto von Lodz. Der Drang zu vergessen war so groß, dass er es vermied, die Umstände des Todes seiner Eltern und das Schicksal seines Bruders zu ergründen. Nun aber beginnt in Lodz Grossmanns späte Suche nach Antworten und eine emotionale Konfrontation mit der Vergangenheit. Je mehr er über den Bruder in Erfahrung bringt, desto mehr Erinnerungen auch an die Eltern, sich selbst und das Leben und Sterben im Ghetto melden sich zurück.
Jens-Jürgen Ventzki (Jahrgang 1944) begibt sich ebenfalls nach Lodz, auch ihn treibt die eigene Familiengeschichte an. Der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt versucht, die beiden widersprüchlichen Facetten seines Vaters übereinanderzulegen: Liebevolles Familienoberhaupt einerseits, ranghoher Nationalsozialist und Täter andererseits.
Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kommt es zu Begegnungen, die die beiden Männer nicht für möglich gehalten hätten.

Dienstag, 2.10. 19.30 Uhr
Regisseurin Tanja Cummings ist anwesend.
Im Rahmen des Siempre Antifascista Festivals. Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.