Lumière

Teheran Tabu

D, Österreich 2017, 93 Min., OmU
Regie: Ali Soozandeh
Mit: Elmira Rafizadeh, Zahra Amir Ebrahimi, Arash Marandi

In der iranischen Hauptstadt Teheran, in der Sex, Drogen und Korruption parallel zu strengen religiösen Gesetzen existieren, kreuzen sich die Wege von drei selbstbewussten Frauen und einem jungen Musiker. Da ist die Prostituierte Pari, deren drogensüchtiger Mann im Gefängnis sitzt. Sie versucht, einen Richter des Islamischen Revolutionsgerichts zu überreden, dass dieser ihr die Scheidung ermöglicht, und stimmt dafür zu, seine Geliebte zu werden - schließlich muss sie auch an ihren Sohn Elias denken.
Direkt neben Paris neu bezogener Wohnung wohnt die junge Sara mit ihrem Mann Mohsen. Ihr erstes Kind soll bald auf die Welt kommen, doch in ihrer Beziehung kriselt es. Und dann ist da noch Babak, der in einem Club die hübsche Donya kennenlernt. Doch nachdem sie Sex hatten, müssen sie einen Weg finden, Donyas Jungfräulichkeit wiederherzustellen, denn sie soll bald heiraten ...
TEHERAN TABU zeigt die Suche nach Nähe und Lebensfreude und den Kampf gegen restriktive Gesetze in der iranischen Gesellschaft. Der Film bezieht klar Stellung, gleitet dabei aber nie in Pathos ab: Das ist einerseits dem unaufdringlich eingesetzten Humor geschuldet, andererseits dem distanzierenden Umstand, dass es letztlich ein Animationsfilm ist.

Donnerstag 18. bis Mittwoch 24.1.
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