Lumière

Showcase

Drei studentische Filme der Kulturanthropologie

Drei ethnografische Dokumentarfilme werden vorgestellt, die als studentische Projekte am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie entstanden sind und sich mit den Themen Mutismus, Erinnerung und Eskapismus auseinandersetzen. Die FilmemacherInnen sind zum Gespräch anwesend.
"Stille Stimmen" (32 Min.): Nicoleta hat seit über 20 Jahren kein Wort mehr gesprochen, schreibt aber Erzählungen und Gedichte. Und Simone erzählt auf YouTube wortgewandt vom Leben mit Mutismus, kann frei sein auf der der Bühne, während ihr im täglichen Miteinander kaum ein Wort über die Lippen kommt.
"Was bleibt - Ein Nachruf auf Wilhelmine und Bernard" (37 Min.): Hermann lebt seit 1946 im selben Haus, mit den Möbeln und Büchern seiner Eltern, Marx- und Leninbüsten, Chanukka-Leuchtern, unzähligen gerahmten Fotos, Briefen und Ölbildern. Er konserviert die Dinge aus der Vergangenheit, von denen er sich bis heute nicht trennen konnte, weil sie für ihn Erinnerungen an seine Familie bedeuten.
"#naturehardwired" (38 Min.): Erdrückt von zu viel Medientechnik, sehnt sich Philosoph Ho-Seoung Moon nach der Natur. Während er einige Kilometer außerhalb Göttingens fünf Tage lang kampiert, folgen ihm fünf Kameras auf Schritt und Tritt. Skeptisch gegenüber dem Nutzen des Unterfangens, liefert die Anwesenheit der Filmemacher schließlich den entscheidenden Impuls, Ho-Seoungs eigentliche Beweggründe zu Tage zu fördern.

Dienstag 23.1. um 20.00 Uhr