Lumière

Palmyra

D 2016, 90 Min.
Regie: Hans Puttnies

Im Sommer 2015 wurden die berühmten Tempel von Palmyra in Syrien durch den "Islamischen Staat" zerstört. Die meisten Menschen begriffen nicht, dass nun ein größeres Verbrechen begann: Das Assad-Regime bombardierte rücksichtslos die direkt daneben liegende moderne Stadt Tadmor und machte die Familien, die von den Denkmälern gelebt hatten, zu Flüchtlingen in Europa. In dem engagiert-politischen Film PALMYRA ergreift Hans Puttnies die Partei dieser Menschen. Er filmte als Einziger vor dem Krieg das Nachleben der Antike in Palmyra: Archäologie und Diktatur im Einklang mit Bildungstourismus. Sein abendfüllender Essayfilm zeichnet kritisch den Weg nach, der zu dem überhöhten "Weltkulturerbe" führte, das im Krieg allen Parteien als Propanda dienen konnte - und das doch die geliebte Heimat vieler Menschen war.
Im Rahmen der Filmreihe "Curator's Cut: Kustoden der Göttinger Sammlungen zeigen ausgewählte Filme": Wie funktioniert eines der größten Museen der Welt? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Jan Vermeers Bild vom Mädchen mit dem Perlenohrring? Warum suchen Wissenschaftler am Amazonas eine bestimmte Pflanze? In der Filmreihe "Curator's Cut. Kustoden der Göttinger Sammlungen zeigen ausgewählte Filme" stellen Kustodinnen und Kustoden der Göttinger Universitätssammlungen Filme vor, die einen starken thematischen Bezug zu ihren Fachgebieten haben und die zu einem Besuch in den Sammlungen selbst einladen. Vor jeder Filmvorführung gibt es eine kurze thematische Einführung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Sonntag 14.1. um 20.00 Uhr
Regisseur Hans Puttnies ist anwesend.