Lumière

Das grüne Gold

Schweden 2016, 82 Min., OmU
Regie: Joakim Demmer

Ackerland - das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt. In Äthiopien verpachtet die Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren, in der Hoffnung auf große Exporteinnahmen. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert - die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Und wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung.
Der erschreckenden Wahrheit auf der Spur trifft der schwedische Regisseur Joakim Demmer auf Investoren, Entwicklungsbürokraten, verfolgte Journalisten, kämpfende Umweltaktivisten und vertriebene Bauern. Ein ungeheuerlicher Real-Thriller, der von den scheinbar entlegenen Ecken Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen direkt auf unseren Esstisch führt.

Montag 13.11. um 19.30 Uhr
Anschließend Diskussion mit dem Filmemacher Joakim Demmer und Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ), dem Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum (GUNZ) und der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)