Lumière

Violeta Parra zum 100. Geburtstag

Buchvorstellung - Film - Musik

Am 4. Oktober 1917 wurde Violeta Parra in einem Dorf im südlichen Chile geboren.Ihr Weg zu einer den Nobelpreisträgern Gabriela Mistral und Pablo Neruda ebenbürtigen Liedddichterin war dornig. Das Projekt, traditionelle Volkslieder vom Land in eine zunehmend städtische Kultur als Protest einzubringen, konnte ihr nur mit einer kaum vorstellbaren Energie, Zähigkeit und Erfindungskraft gelingen. Ihre Lieddichtung ist durch ihre Lebenserfahrungen in allen Höhen und Tiefen geprägt.
Die von Manfred Engelbert herausgegebene zweisprachige Anthologie Violeta Parra - Lieder aus Chile dokumentiert ihre Kunst (Liedübersetzungen vom Herausgeber). Raúl Zurita, der "Neruda" der Gegenwart, wird Violeta Parra vorstellen.
Der selten zu sehende (und zu hörende) Kurzfilm MIMBRE von Sergio Bravo ist das Manifest einer chilenischen Avantgarde der 50er Jahre, auf deren Höhe sich Violeta Parra als Komponistin der Begleitmusik profiliert. Ihr Festhalten an der Weiterentwicklung einer Volksmusik ist daher Ausdruck eines unabhängigen Gestaltungswillens.
Den Abend beschließen LIEDER FÜR VIOLETA, in deutscher Übersetzung vorgetragen von Marion Martienzen (Hamburg).

Sonntag 15.10. um 20.00 Uhr