Lumière

Mulholland Drive

USA / Frankreich 2001, 146 Min.
Regie: David Lynch
D.: Justin Theroux, Naomi Watts, Elena Harring, Ann Miller

Eine geheimnisvolle Schönheit, die sich Rita nennt und nach einem Unfall das Gedächtnis verloren hat, trifft zufällig auf die freundliche wie naive Betty Elms, die gerade aus Kanada eingeflogen ist, um nichts weniger als ein Star zu werden. Doch während das Schicksal die beiden offenbar so ungleichen Frauen immer intimer zusammenschweißt und sie auf der Suche nach der Vergangenheit immer tiefer in den Untergrund der Gegenwart eintauchen, wird auch anderen der Boden der Realität unter den Füßen weggerissen.
"MULLHOLLAND DRIVE ist wie ein Tagtraum - irritierend echt und erhellend unwirklich zugleich.Wer diesen Film sieht, hat während dessen die Empfindung, den Film zu verstehen, man folgt seinen atmosphärischen Wechseln und Umdeutungen. Spätestens jedoch, wenn man versucht, ihn nachzuerzählen, versteht man, warum Logik und Sprache nur Hilfsmittel für das Verstehen sind. Denn diesen Film kann man nicht nacherzählen, er ist widersprüchlich wie ein Mensch. Man kann ihm nur folgen und sich dabei mitnehmen, jeder auf seine Art. Und da er auch noch von Liebe, Eifersucht und Mord handelt, muss anerkannt werden, dass dieser Film etwas kann, wovon das Theater immer träumt. Er spielt mit den großen Themen des Lebens, ohne das zu erklären." (Andreas Döring)

Mittwoch 29.2. um 20.00 Uhr
Einführung: Andreas Döring, Intendant des Jungen Theaters
In der Reihe "Carte Blanche für KUNST"