Cyril ist gerade zwölf Jahre alt und hat schon niemanden mehr auf der Welt: Die Mutter ist einfach nicht mehr da, der Vater hat ihn im Kinderheim zurückgelassen und ist weggezogen, ohne eine Adresse oder eine Telefonnummer zu hinterlassen. Doch Cyril will diese Zurückweisung nicht wahrhaben und flieht immer wieder aus dem Heim, um seinen Vater zu suchen. Und er setzt alles daran, sein Fahrrad, das letzte Geschenk des Vaters, wiederzubekommen. Zufällig begegnet er dabei der tatkräftigen Friseurin Samantha und gewinnt in ihr eine Verbündete. Dann aber wird diese neue Freundschaft auf eine Bewährungsprobe gestellt, denn der leicht zu beeinflussende Cyril gerät an einen falschen Freund …
"Der neue Film der Brüder Dardenne tut scheinbar nicht viel mehr, als mit aufmerksamer Nüchternheit seinen alltagstapferen, streitbaren Helden dabei zuzusehen, wie sie stets an der Kante zum Scheitern entlangschlingern. Dann aber, in Augenblicken höchster Aufgewühltheit des kleinen Cyril, atmet in den sonst betont filmmusiklosen Film ein Streicherthema von Beethoven hinein - immer für ein paar Takte nur. Sagen wir so: Wer kein Herz hat, dem geht es auch hier nicht über." (Die Zeit). Beim diesjährigen Filmfestival von Cannes wurde DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.