Lumière

Ajami

Israel 2009, 120 Min, OmU
Regie: Yaron Shani, Scandar Copti
D.: Shahir Kabaha, Ibrahim Frege, Fouad Habash

Ajami: Ein Stadtteil von Jaffa bei Tel Aviv. Hier ist das Leben ein permanenter Ausnahmezustand. Seit langem Verfeindete leben hier als Nachbarn auf engstem Raum. Da wäre etwa der israelische Moslem Omar, der zum Mittelpunkt eines Bandenkriegs wird und zudem in eine Christin verliebt ist. Der 16-jährige, illegal eingewanderte Palästinenser Malek versucht mit Schwarzarbeit die Operation seiner kranken Mutter zu finanzieren. Teilzeitdealer Binj macht sich in seinem muslimischen Freundeskreis unbeliebt, weil er eine Jüdin heiraten möchte, und der jüdische Polizist Dando hat einen unerbittlichen Hass auf Palästinenser, weil er glaubt, dass sie am Tod seines Bruders Schuld sind. Zwischen Drogenhändlern, mächtigen Rache-Kommandos und heimlichen Liebespaaren erzählt AJAMI eine kraftvolle menschliche Tragödie. In einer kunstvollen Montage zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelingt dem jüdisch-arabischen Regie-Duo Scandar Copti und Yaron Shani ein überwältigendes Meisterwerk mit so herzzerreißenden wie schockierenden Einsichten in die Tragik menschlicher Existenz.
AJAMI zeigt aber auch, dass jeder einzelne Mensch - egal welcher Religion, Nation oder Bildung er ist - eine eigene Welt repräsentiert. AJAMI verwandelt sich so in ein Symbol des unermesslichen Reichtums an Lebensmöglichkeiten in einer Gesellschaft mit vielen Kulturen. Nach dem großen Erfolg in den israelischen Kinos und fünf Auszeichnungen beim israelischen Filmpreis wurde AJAMI für den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert.

Donnerstag 11. bis Samstag 13., Mittwoch 17., Montag 22. und Dienstag 23.3. um 20.00 Uhr
Montag 15. und Dienstag 16. 3. um 22.00 Uhr
Donnerstag 18.3. um 17.30 Uhr
Mittwoch 24.3. um 21.45 Uhr